MY WAY TO IRONGIRL

Mit etlichen Kilos zuviel auf den Rippen und unsportlich bis zum geht nicht mehr, habe ich vor bald 3 Jahren beschlossen, mein Leben nach zwei Kreuzbandrissen radikal zu ändern. Es hat mich einiges an Überwindung gekostet, meinem inneren Schweinehund den Kampf anzusagen. Aber nach und nach, habe ich gespürt wie sich mein Körper verändert hat, wie Fett abgebaut und Muskeln aufgebaut wurden. Mein Umfeld hat mir immer wieder Ansporn gegeben am Ball zu bleiben, weiter zu trainieren, gesund zu essen und zu leben. Aus heutiger Sicht hat es sich gelohnt! Ich bin ausgeglichener, fröhlicher, zufriedener mit mir selbst und habe für mich die Sportart gefunden, die mir Spass macht, mich fordert und in mir den Ehrgeiz weckt. Natürlich habe ich früher auch Sport getrieben. Ich bin ein Bergkind und habe schon früh mit dem Skifahren begonnen, bin Mountainbike gefahren, manchmal geschwommen (das allerdings mehr schlecht als recht) und geklettert. Alles in Allem sind das tolle Sportarten, aber ich habe immer schnell die Lust daran verloren. Nach der Wintersaison war ich jeweils froh die Skier in den Keller zu stellen und mich etwas anderem zu widmen. Mein Mann und meine Nachbarin haben mich erst auf die Idee gebracht mir genauer zu überlegen ob nicht vielleicht der T R I A T H L O N etwas für mich wäre. Drei Ausdauersportarten vereint zu betreiben schien mir anfangs ein Ding der Unmöglichkeit. Zumal ich zwar Brustschwimmen konnte aber vom Kraulen keine Ahnung hatte.

Nun, der erste Schritt führte mich in einen Kraulkurs für Anfänger. Solange ich alle Bewegungen des Kraulschwimmens isoliert durchführen konnte, war die Schwimmerei kein Problem, aber wehe ich sollte den Beinschlag mit dem Armzug kombinieren und dann auch noch an die Atmung denken. Keine Chance und ich sah die Felle schon davon schwimmen. Zumal ich mich aus Motivationsgründen bereits für eine Sprintdistanz am Saisonende angemeldet hatte. Also habe ich mir Hilfe gesucht, für ein „kleines“ Entgelt habe ich mir eine Schwimmtrainerin gesucht, die mir in vielen Privatlektionen das richtige Kraulen beigebracht hat. Ich konnte schnelle Fortschritte verbuchen, war glücklich nach den jeweiligen Trainingseinheiten und konnte mich so endlich auch auf die beiden anderen Disziplinen, das Radfahren und das Laufen konzentrieren.

Rad gefahren bin ich am Anfang immer mit meinem Mountainbike. Triathlon ist eine teure Sportart und ich hatte damals gerade nicht das finanzielle Polster mir sofort ein Rennrad zu kaufen. Eisern hab ich gespart und dank einem Bekannten, der sich kurze Zeit vorher selbstständig gemacht hatte, bin ich so noch im selben Sommer zu einem tollen Rennvelo aus Carbon gekommen. Stolz wie Oskar habe ich von da an regelmässige Ausfahrten unternommen. Einfach drauf los. Ohne Trainingsplan oder irgendeine Ahnung wie ich den effizient trainieren könnte. Ich habs einfach gemacht und mich gut gefühlt dabei.

Die Lauftrainings waren anfangs eher bescheiden. Ich war total langsam und musste nach 2 Minuten rennen eine einminütige Gehpause einlegen. Schmerzen in den Beinen plagten mich nach jedem Exkurs in den Wald. Und an manchen Tagen musste ich mich richtig zwingen, wieder in die Laufschuhe zu steigen. Sobald ich losgelaufen war, war alles in Ordnung und nachdem ich auch beim Laufen relativ schnell Fortschritte feststellen konnte, war ich nicht mehr auf zu halten.

Ich erinnere mich noch, wie ich mich gefreut habe, als ich meine ersten 5 Kilometer ohne Geh- oder Verschnaufpause durchgelaufen bin. Es war ein Gefühl, als wäre ich die Queen des Rundkurses! Ich war absolut stolz auf mich.

Heute, viele Trainingseinheiten später, nach Höhen und Tiefen was die Trainingslust angeht möchte ich mir mit diesem Blog ein kleines Trainingstagebuch schaffen. Das Blog soll mir Ansporn geben, weiter am Ball zu bleiben, meinen WAY TO IRONGIRL weiter zu gehen, mich an Tagen an denen ich keine Lust habe motivieren und mir eine Übersicht über Trainings- und vielleicht auch Wettkampferfolge ermöglichen.

By the way – ich freue mich über Leute die mein Blog lesen, mir Ratschläge geben, mich motivieren und natürlich auch über solche, die sich mit mir vernetzten wollen.

Ana

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Auf www.waytoirongirl.ch findest du alles Wissenswerte zum Thema Triathlon - weil Triathlon mehr als nur (m)ein Hobby ist!

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