{MINI-SERIE} TRIATHLON-AUSRÜSTUNG

HEUTE: DES SCHWIMMERS ZWEITE HAUT TEIL II

Im ersten Teil der {MINI-SERIE} TRIATHLON-AUSRÜSTUNG ging es hauptsächlich darum, das Material und die Vor- sowie Nachteile eines Neoprens näher kennen zu lernen.

Heute möchte ich euch ganz gezielte Tipps zum Kauf eines Neoprens geben. Vorab will ich aber festhalten, dass der Neoprenkauf keine Sache von 15 – 30 Minuten ist. Man sollte sich gut über die Fachgeschäfte, deren Sortiment und die Skills im Verkauf von Swimwetsuits erkundigen und genügend Zeit mitbringen.  Wer Fragen zu Produkten hat, notiert diese einfach und stellt sie an entsprechender Stelle während dem Verkaufsgespräch. Eine Anprobe des Neos ist eigentlich unumgänglich. Aber jetzt erst mal der Reihe nach!

Funktional statt geile Optik

Natürlich kann ein moderner Neo funktional sein und eine schöne Optik mitbringen. Trotzdem würde ich im Zweifelsfall den Neo wählen, der optisch weniger attraktiv wirkt, dafür aber alle Skills mitbringt, die ich erwarte & einen guten Sitz bietet.

Der perfekte Sitz oder die Wurst in der Pelle

Wer sich in seinem Neo fühlt wie Wurst in Pelle der liegt goldrichtig. Natürlich sollte die Bewegungsfreiheit in den Armen und Beinen gegeben sein, der Rest des Neos allerdings sollte quasi mit der Trägerin/dem Träger verschmelzen. Wenn gleich, die Hüftpartie nicht ganz so spack sitzen sollte um den Ein- und Ausstieg zu erleichtern.

#Schulterpartie

Die Schulter- und Armpartie sollte sehr flexibel sein. Hier kommt oftmals, gerade bei teureren Modellen dünnstes Neopren von rund 1mm zum Einsatz.

#Arme

Einige Herstellen verarbeiten gerade im Bereich der Unterarmpartien sogenannte Panels. Das sind strukturierte Neoprenteile, die den Schwimmer im in der Abdruckphase unterstützen sollen. Auch hier ist eher dünneres Material von rund 1,5 – 3 mm gefragt. So bleibt eine optimale Flexibilität gewährleistet.

#Hals

Der Anzug sollte sich perfekt an den Hals anschmiegen, damit sicher kein Wasser eindringen kann. Achtet trotzdem darauf, dass keine Scheuerstellen entstehen können oder der Halsabschluss in die Haut einschneidet.

#Brustpartie

Die Brustpartie eines Neopren-Anzugs ist meist mit dickerem Neopren von 5mm oder Panels ausgestattet. Der Vorteil liegt auf der Hand – reichlich Auftrieb sorgt dafür, dass auf langen Schwimmstrecken Energie gespart werden kann.

#Hüfte

Wie oben schon erwähnt, bringt ein nicht all zu enger Schnitt des Anzugs an dieser Stelle den Vorteil, dass der Neo leichter an- und wieder ausgezogen werden kann. In Einsteigermodellen werden in der Hüftpartie öfters seitlich stabilisierende Einsätze verarbeitet die zusätzlichen Auftrieb bringen.

#Beine

Die Beine des Neoprenanzuges sollten wieder möglichst flexibel sein muss doch beim Start und ggf. zu Wechselzone hin ein Teil der Strecke gerannt werden.

Viele Fachhändler bieten inzwischen Neopren-Testschwimmen an. Wer die Zeit hat, sollte davon unbedingt profitieren. In der Regel hat man an solchen Testtagen die Möglichkeit unterschiedliche Modelle und Grössen zu testen um so den direkten Vergleich zu haben. Beim Testen darf ruhig genügend Zeit in Anspruch genommen werden.

In „Des Schwimmers zweite Haut Teil III“ zeige ich euch auf, wie ihr den Neopren an- und auszieht, ihn lagert und pflegt. Bis dahin wünsche ich euch, solltet ihr bereits beim Testschwimmen sein, viel Freude und gute Kaufentscheidungen.

Die Neo-Highlights der Saison 2016 sind im übrigen bei den Marken SAILFISH, ORCA, ZEROD, BLUESEVENTY, 2XU, ARENA, AQUA SPHERE, etc. zu finden.

Wer Neo-Testschwimmen im Raum Bern sucht, der wird bei der BigFriends Running GmbH und der Swimhohlic GmbH fündig.

Ana

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Auf www.waytoirongirl.ch findest du alles Wissenswerte zum Thema Triathlon - weil Triathlon mehr als nur (m)ein Hobby ist!

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