NÜCHTERNLAUF

Ganz so übertrieben früh starte ich in der Regel nicht in meine Nüchternlauf. Ich tue mich schwer damit, nachts um 5 Uhr 30 aufzustehen, damit ich einen Nüchternlauf vor der Arbeit absolvieren kann. Mein Nüchterntraining findet in der Regel am Samstag oder anderen Bürofreien Tagen während der Woche statt. Ich wache ohne Wecker auf, ziehe die Laufsachen an, trinke ein grosses Glas Wasser und mache mich auf den Weg.

Klar, die absolute Ruhe fehlt dann. Es sind meist Spaziergänger unterwegs, Leute mit Hunden, andere Läufer aber das stört mich eigentlich recht wenig. Wenn ich nüchtern laufe, bin ich während der gesamten Zeit ganz auf mich gestellt. Ich versinke in meiner eigenen Welt. Machmal schalten sich sogar meine Gedanken aus.

Letzte Woche habe ich den Nüchternlauf am Freitag absolviert. Plötzlich war ich nach zwei kleineren Steigungen wie benebelt, meine Beine waren leicht, es fühlte sich an, als würde ich über den Boden fliegen. Ich war im völligen Einklang mit mir und meinem Lauf. Ein tolles Gefühl – mein erster Flow.

Morgen steht wieder ein Nüchterntraining an, danach gibt’s ein feines, grosses Porridge-Frühstück, viel Wasser, einen Latte Macchiato und im Anschluss eine längere Schwimmeinheit (hoffentlich mit neuem Badanzug, ich warte sehnsüchtig auf das Päckli von Fabiola Molina).

Für mein Power-Porridge schneide ich einen süss-sauren Apfel in kleine Stücke, gebe diese in eine Pfanne und bedecke die Apfelschnitze mit Wasser. Das Apfel-Wassergemisch wird auf höchster Stufe zum kochengebracht, danach stelle ich den Herdaus und gebe etwas Salz und je eine handvoll Hafer- und Dinkelflocken zu. Gut umrühren und ca. 10 Minuten quellen lassen. Danach gebe ich alles in eine Schüssel und schmecke das Porridge mit einem gestrichenen Esslöffel Mandelmus von Rapunzel ab. Einfach herrlich! Porridge ist ein Frühstück, dass mir persönlich schmeckt und gut sättigt. Ich brauche nach einem Porridge keine Zwischenverpflegung mehr bis zum Mittagessen.

Ana

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