AUFGEBEN IST KEINE OPTION ODER?

Grundsätzlich lebe ich nach dem Motto „Aufgeben ist keine Option“. Nie käme es für mich in Frage einen Wettkampf freiwillig abzubrechen. Entweder hindert mich ein technischer Defekt am Finishen oder ich breche auf der Strecke zusammen, was glücklicherweise noch nie vorgekommen ist. Freiwillig würde ich nicht nichtfinishen. In diesem Fall habe ich aber entschieden, gar nicht erst zu starten.

Im Tal der Emotionen

Der immer näher rückende Wettkampftermin in Zell am See hat mich von Tag zu Tag nervöser gemacht. Das ging soweit, dass ich nachts Schweiss gebadet wach geworden bin und nicht mehr einschlafen konnte, vor lauter Panik! Eigentlich lächerlich, oder? Schon vor den Sommerferien habe ich mit der ersehnten Teilnahme auf der Halbdistanz in Zell am See so meine Probleme gehabt.

Fragen über Fragen

Fragen wie „Bin ich ausreichend vorbereitet“,  „Wie organisiere ich mich“, „Was muss ich überhaupt essen“, „Wer unterstützt mich“ und und und. Eine never endig Story. Im Urlaub angekommen, fand ich nicht zur Ruhe, alles hat sich um diesen Wettkampf gedreht. Die ach so nötige Familienzeit blieb auf der Strecke, was ich noch unbefriedigender fand, als die quälenden Fragen.

Ein entspannter Lauf unter der Sonne Frankreichs, entlang der atlantischen Wellen später war es entschieden, ICH STARTE NICHT. Diese Entscheidung fühlte sich im ersten Moment grauenhaft an. Nach versagen, nach loosen, nach feige sein, gar nicht IRONGIRL like.

Für mich die richtige Entscheidung

Wieder zu Hause angekommen und nachdem ich zwei zauberhafte Wochen mit meinen Lieblingsmenschen verbringen durfte, tolles erlebt und gelernt habe, mich endlich mal erholen konnte, weiss ich, es war die richtige Entscheidung. In dieser einen Wettkampfsache, habe ich den Kopf in den Sand gesteckt. Dazu kann ich heute stehen. Lieber so, als dass ich auf der Radstrecke hätte aufgeben müssen, weil mir die Kräfte fehlen oder schlimmer noch auf der Laufstrecke.

Zell am See steht für mich unter keinem guten Stern, zur Zeit jedenfalls nicht. Letztes Jahr, der fahle Beigeschmack gesundheitlich nicht auf der Höhe zu sein, dieses Jahr die Angst zu versagen. Nächstes Jahr wird es für mich kein Zell am See geben. Ich werde mir einen anderen Wettkampf für eine längere Distanz aussuchen. Die Zeit wird zeigen, wann und wo ich starten möchte. Tipps von Mitteldistanzen in schöner Kulisse sind herzlich willkommen!

Und trotzdem, ein klein wenig Neid bleibt

Nachdem ich anfangs dieser Woche die tollen Bilder von anderen Bloggern auf SocialMedia gesehen habe, war ich schon neidisch. Besonders auf den Biss und Durchhaltewillen den Lydia von The Swim Bike Run Yogini bewiesen hat. Herzlichen Glückwusch liebe Lydia – du rockst!

Ana

About Ana

Auf www.waytoirongirl.ch findest du alles Wissenswerte zum Thema Triathlon - weil Triathlon mehr als nur (m)ein Hobby ist!

2 thoughts on “AUFGEBEN IST KEINE OPTION ODER?

  1. Hey Ana. Kann voll mit dir mitfühlen. Ich bin letztes Mal mit einem DNF geendet und das war nicht schön. Deshalb Respekt vor deiner Entscheidung.
    Was hältst du von der Idee, nächstes Jahr mit mir bei der Challenge am walchsee zu starten?

    1. Liebe Mimi, DNF ist bestimmt auch nicht schön! Musste ich auch noch nicht erleben! Zum Glück!! Die Challenge am Walchsee werde ich mir gleich mal genauer ansehen! Allerdings tendiere ich eher zu einem Wettkampf im Frühsommer. Aber es ist eine Option und kommt auf die Liste!
      Danke dir für den Tipp!

Kommentar verfassen