XC-SKIING – BALD KOMMT DER ERSTE SCHNEE

Der Winter kommt – hoffentlich bald! Als Bergmädchen bin ich schon im zarten Alter von zwei Jahren mit dem Wintersport in Berührung gekommen. Egal ob skifahren, freeriden, telemark oder snowboarden, alles hab ich ausprobiert, geübt bis ich es konnte und bis aufs Snowboarden lieben gelernt. Mit Langlauf kam ich erst während meiner Ausbildungszeit in Kontakt. Und auch dieser Wintersportart konnte ich einiges abgewinnen. Langlaufen ist anstrengend, macht aber, wenn man die Technik mal beherrscht unglaublich viel Spass.

In den folgenden Monaten werdet ihr hier auf meiner Seite also gelegentlich von Ausflügen in die Schneesportarten und natürlich im Besonderen vom Langlaufen lesen. Mit diesem Beitrag übers Langlaufen im Allgemeinen möchte ich heute, wo ich mich so nach Schnee, Winter und Kälte sehne einen Anfang machen.

Die nordische Wintersportart Skilanglauf entstand ursprünglich aus rein praktikablen Gründen und war bereits unseren Urvölkern bekannt. Die den Skis ähnlichen Holzlatten sollten ein allzu tiefes Einsinken im Schnee verhindern und das Vorankommen erleichtern. Wie eigentlich alles, entwickelten die Menschen auch die Holzscheite weiter, bis hin zu den uns heute bekannten Langlaufskis. Zur sportlichen Disziplin hat es der Skilanglauf 1843 geschafft. Von da an fanden Langlauf-Wettkämpfe als Dauerläufe statt. 1892 fand der erste bedeutende Wettkampf am Holmenkollen in Oslo statt. Seit den Olympischen Winterspielen 1924 gehört Skilanglauf zum festen Bestandteil des olympischen Programms. IMG_1133Triathleten als Langläufer
Viele Triathleten nutzen Langlaufskis um auch im Winter an ihrer Performance zu arbeiten, die Ausdauer zu trainieren und neue Trainingsreize zu setzten. Die beiden Stilarten „klassisch“ und „skating“ sind gleichermassen beliebt und bei beiden werden grosse Teile des gesamten Muskelapparates für den Vortrieb genutzt, haben aber unterschiedliche Vorteile für Triathleten.

  • Der klassische Stil trainiert vermehrt den Oberkörper und den Beinabdruck, hier findet der Triathlet Verbindungspunkte zum Laufen und Schwimmen.
  • In der Skatingtechnik sind Beinkraft und Rumpfstabilität sowie Beweglichkeit gefragt, diese Eigentschaften bieten perfekte Vorausstzungen für eine gute Radleistung.

Bei der Ausübung beider Stile werden beinahe alle Muskeln des Körpers durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Dies bedingt eine deutlich höhere Sauerstoffaufnahme im Vergleich zu anderen Ausdauersportarten wie beispielsweise dem Radfahren. Gesund ist Langlauf, egal in welchem Stil, allemal. Durch die Gleitphasen werden die Gelenke geschont und schon mancher Age-Grouper hat im Langlauf länger durchgehalten als im Triathlon.

Die Krux mit der Technik – klassisch oder skating?
Für Langlaufanfänger eignet sich mit Sicherheit der klassische Stil eher. Die Bewegungsmuster beim Diagonalschritt gleichen jenen beim normalen Laufen oder Walken. Der Diagonalschritt kennzeichnet sich durch einen wechselseitigen Beinabstosse. Dieser wird durch die diagonale Armbewegung zusätzlich unterstützt. Um mit dieser Technik überhaupt vorwärts zu kommen, müssen die Skier mit Steigwachs behandelt werden oder aber, man kauft sich Schuppenskis. Übrigens braucht sich niemand zu schämen im klassischen Stil auf den Loipen unterwegs zu sein. Wer es richtig macht, gleitet elegant und sehr dynamisch über den Schnee.

Die Bewegungsabläufe des Skating gleichen sehr dem Schlittschuhschritt beim Eisschnelllauf. Die Stöcke dienen dem besseren Vortrieb. Skating beinhaltet sechs Techniken mit Varianten. Welche Technik wann gelaufen wird, hängt auch vom Gelände ab. Teilweise werden mehrere Techniken im Wechsel gelaufen. Für den Anfang genügen aber ein sauberer Schlittschuhschritt und eine solide Doppelstocktechnik. Skating ist übrigens um einiges anstrengender als der klassische Skilanglauf.IMG_1124-0Ausrüstung
Langlauf ist im Vergleich zum Triathlon eine eher günstige Sportart. Die Loipenpässe sind nicht all zu teuer (ein Schweizer Loipenpass kostet 140 Fränkli), oftmals können im selben Abonnement auch noch öffentliche Verkehrsmittel mit genutzt werden und wer sich nicht gerade den Porsche unter den Langlaufskis zulegen will, kann auch ein paar Scheine gutmachen. Eine vernünftige Ausrüstung mit Ski, Bindung, Schuhen und Stöcken kostet zwischen 400 und 1000 Franken. Klar wer jetzt noch die richtige Bekleidung zur Hand haben möchte, liegt schnell bei 1500 bis 2000 Franken. Aus eigener Erfahrung sage ich euch aber, Winterlauf- und Radbekleidung tut es auch und sieht genau so stylish aus!!

Ganz allgemein möchte ich festhalten, dass die Wahl des richtigen Skis und Schuhs nicht unbedingt einfach ist. Gerade bei der Wahl des Skis müssen Punkte beachtet werden, die ein Spezialist mit guter Erfahrung besser einschätzen kann als ein günstiger Onlinehändler. Es ist wichtig, dass Spannungshärte und Länge des Skis für den Läufer richtig ausgesucht werden. Laufstärke, Körpergewicht, Fitness und Routine spielen dabei eine wichtige Rolle.  Auch die Länge der Stöcke spielen eine wichtige Rolle. Skatingstöcke sind bedeutend kürzer als die Stöcke im klassischen Langlauf.

Was nützt einem das tollste und teuerste Material wenn es nicht richtig passt, also scheut euch nicht einen Fachmann um Rat und Unterstützung zu bitten.

Kein Schnee, kein Problem
Alle die nun in Gebieten mit keinem oder wenig Schnee leben und trotzdem etwas Langlaufluft schnuppern möchten, empfehle ich eine Trainingsweekend mit Schnupperkurs im Alpenraum oder aber Trainings mittels Nordic Skating oder Skilroller.

Übrigens unter FITforLIFE ist dem Thema Langlauf ganz viel Platz gewidmet! Hier finden sich auch unzählige Trainigswochenenden- und Langlaufwochen in verschiedenen Schweizer Langlaufgebieten. Sollte es euch einmal auf der Loipensuche ins wunderschöne Goms im Kanton Wallis verschlagen, lasst es mich wissen, vielleicht begleite ich euch, ein paar Schlittschuhschritte lang in meinem Heimeldorado!

Ana

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Auf www.waytoirongirl.ch findest du alles Wissenswerte zum Thema Triathlon - weil Triathlon mehr als nur (m)ein Hobby ist!

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